LIFE BALL UNSCHÄTZBARER BEITRAG GEGEN STIGMATISIERUNG
VON HIV-INFIZIERTEN
HIV/Aids fordert Wirtschafts- und Entwicklungspolitik
Als “unschätzbaren Beitrag gegen die Stigmatisierung
von HIV/Aids betroffenen Menschen” bezeichnet Petra Bayr,
SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung, die 15. Wiederkehr des
international aufsehenerregenden Charity-Spektakels “Life Ball” im
Wiener Rathaus. “Gery Keszler und seinem Team ist es gelungen, Aids
zum dem Thema zu machen, das es ist: Eine Krankheit, die jeden von
uns betreffen kann, und keine Randgruppen-Seuche, die eine göttliche
Strafe gegenüber gesellschaftlichen Außenseitern ist”, so Bayr.
Um der vielschichtige Problematik von HIV/Aids offensiv zu begegnen,
ist neben finanzieller - vor allem öffentlicher wie auch privater -
Unterstützung von Projekten, die Politik gefordert - besonders in der
dritten Welt, betont die Abgeordnete. “Eine der größten
Herausforderungen ist die weltweite Regelung des Zuganges zu
leistbaren Medikamenten für HIV/Aids-kranke Menschen. Es ist
politisch und ethisch nicht vertretbar, dass es eine Reihe von
Medikamenten gibt, die erkrankten Menschen ein besseres und längeres
Leben ermöglicht, diese aber keinen Zugang dazu haben, weil sie diese
individuell nicht zahlen können und in einem Land leben, das ebenfalls
keine finanziellen Ressourcen dafür hat”, beklagt Bayr den
vermeidbaren frühen Tod von abertausenden Menschen vor allem in den
Ländern des Südens und fordert dahingehend: “Beim G8-Gipfel Anfang
Juni erwarte ich mir von den europäischen VertreterInnen, dass sie
dieses Thema offensiv angehen und endlich eine vertret- und leistbare
Regelung für Generika finden!”
Bereits vor Wochen hatte Bayr einen diesbezüglichen Brief an die
deutsche Kanzlerin Angelika Merkel gerichtet und auf die
Dringlichkeit dieses Problems hingewiesen. “Allen voran HIV/Aids aber
auch Tuberkulose und Malaria sind die “Armenkrankheiten” des 3.
Jahrtausends. Dass wir als globale Gesellschaft nicht in der Lage
sind, diese recht billig zu vermeidenden bzw. zu behandelnden
Krankheiten durch rasche politische Maßnahmen in den Griff zu
bekommen, ist eine Schande und ein Armutszeugnis für die
internationale Solidarität!”, so Bayr.