Archiv nach Monaten: Juli 2007

ÜBERGEWICHTIGE FREUNDE ERHöHEN DAS RISIKO SELBST ZUZUNEHMEN

Übergewichtige Freunde verändern gültige Normen

Boston - Wer Freunde, Partner oder
Geschwister hat, die übergewichtig sind, trägt ein größeres
Risiko ebenfalls fettleibig zu werden. Wissenschaftler der Harvard
Medical School http://www.hms.harvard.edu und der University of
California http://www.ucsd.edu , die die Auswirkungen von sozialen
Faktoren auf das Körpergewicht untersuchten, kommen zu dem Schluss,
dass Fettleibigkeit ansteckend ist. "Die Wissenschaft ist sich einig,
dass hier sehr viele Faktoren mitspielen", ergänzt Alexandra Hofer
von der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (OGE)
gegenüber pressetext. "Aber soziale Faktoren und der allgemeine
Lebensstil im Umfeld eines Menschen sind wichtige Aspekte."

Einen Freund zu haben, der fettleibig ist, erhöhe das Risiko selbst
übergewichtig zu werden um 57 Prozent, behaupten die Forscher. Im
Zuge ihrer Studie werteten die Wissenschaftler die Daten von mehr als
12.000 Personen aus. Das Ergebnis zeigt, dass die "Ansteckungsgefahr"
bei Geschwistern und Partnern bei etwa 40 Prozent liege. Außerdem
sei der Wert bei Personen des gleichen Geschlechts grundsätzlich
höher.

Die Analyse zeigt auch, dass die Ergebnisse nicht ausschließlich auf
Ähnlichkeiten bei Lebensstil oder Umwelt zurückzuführen sind, denn
der Effekt sei auch bei Freunden nachweisbar, die weit voneinander
entfernt wohnen. "Es ist auch nicht so, dass sich übergewichtige
oder normalgewichtige Menschen eher Freunde suchen, die ähnlich
veranlagt sind", meint Forscher Nicholas Christakis. "Eher zeigt sich
eine direkte, kausale Beziehung."

Die Fettleibigkeit einer Person ändere die Normen im Freundeskreis,
die festlegen, was als angemessenes Körpergewicht zählt. Plötzlich
sei es in Ordnung übergewichtig zu sein. Experten vermuten, dass die
Forschungsergebnisse helfen könnten, den dramatischen Anstieg von
Fettleibigkeit in den USA zu verstehen, denn die Studie legt nahe,
dass soziale Faktoren größeren Einfluss auf das Gewicht einer
Person hätten als physische.

SONNENENERGIE UNVERHäLTNISMäßIG POPULäR
SOLARKRAFT DECKT NUR 0,01 PROZENT DES US-STROMBEDARFS

Solarenergie als populärste Energiequelle

New York - Solarenergie ist in den USA sehr
beliebt, wird im Gegensatz zu kalorischer und nuklearer
Stromerzeugung jedoch noch lange ein Nischendasein fristen. Eine
Umfrage der Trade Association of the Nuclear Power Industry
http://www.world-nuclear.org ergab, dass 27 Prozent der US-Bürger
die Sonnenenergie als die meistgenutzte Energiequellen der Zukunft
sehen. Dieser optimistischen Einstellung widersprechen jedoch die
Zahlen der Experten. Vergangenes Jahr seien weniger als 0,01 Prozent
des Strombedarfs der USA durch Sonnenenergie gedeckt worden.

Ohne außergewöhnliche Fortschritte in der Forschung würde dieser
Wert in 25 Jahren bei höchsten zwei bis drei Prozent liegen,
vermuten das US Department of Energy (DOE) http://www.energy.gov .
"Das Problem ist, dass die Energiewirtschaft dem Wunsch der
Bevölkerung nicht entsprechen will", erklärt Hermann Scheer,
Vorsitzender des Weltrats für erneuerbare Energie (WCRE)
http://www.wcre.org , gegenüber pressetext. "In Deutschland liegt
die Zustimmung zu Erneuerbarer Energie mit 75 bis 90 Prozent noch weit
höher."

Das System, bestehend aus Transport, Infrastruktur, Kraftwerken und
anderen Faktoren, sei jedoch auf herkömmliche Energiegewinnung
zugeschnitten und tauge beispielsweise nicht für Solarenergie. "Die
Investitionen in diese Strukturen werden nie abgeschrieben sein,
deshalb wäre eine Umstellung mit enormen Kosten verbunden, die die
Energiewirtschaft natürlich nicht tragen möchte", meint Scheer.

Während Gouverneur Arnold Schwarzenegger in Kalifornien im Zuge der
Kampagne "Million Solar Roofs" eine Million Haushalte mit
Solarenergieanlagen ausstatten will, wird weltweit ein kalorisches
Kohlekraftwerk pro Woche gebaut. Auf Grund hoher Kosten sei
Solarenergie immer noch nicht konkurrenzfähig, erklären die
Experten. Es gibt jedoch nur wenige Programme, die versuchen die
Kosten drastisch zu vermindern. Während das DOE heuer 159 Mio.
Dollar für die Forschung im Bereich der Sonnenenergie ausgibt, wird
für Nuklearenergie die doppelte Summe, für Kohle sogar die
dreifache Summe aufgewendet.

AL GORE SCHREIBT WETTBEWERB FüR KLIMASPOTS AUS

Klimaaktivisten werden von Al Gore mit "fettem" Auto belohnt.
Washington - Der Klimaadvokat Al Gore
schreibt nach dem globalen Riesen-Event "Live Earth" einen Wettbewerb
für die besten Werbespots zum Klimawandel aus. "Da wir mit einer
echten Notsituation unseres Planeten konfrontiert sind, müssen wir
der Erde einen PR-Agenten geben", sagt Al Gore in der New York Times.
Der Wettbewerb, der von Gores gegründeten Umweltschutzorganisation
"Alliance for Climate Protection" http://www.climateprotect.org
ins Leben gerufen wurde, ist der Startschuss für eine auf drei bis
fünf Jahre angelegte Werbe-Kampagne, um auf den Handlungsbedarf in
Sachen Klimaschutz hinzuweisen. Regierungen würden viel zu langsam
auf die Krise der globalen Erderwärmung reagieren, betont Gore.

Die für TV und Internet gemachten Werbespots sollen ab Herbst
ausgestrahlt werden. Zu gewinnen gibt es ein Hybridauto von Toyota,
den Highlander hybrid S.U.V. "Die Leidenschaft für dieses Thema
hervorzurufen ist eine tolle Idee. Leider ist der Preis am Ende ein
Auto, wenn auch ein Hybrid-Auto", bedauert Greg Stern,
Geschäftsführer der Werbeagentur Butler, Shine, Stern & Partners.
Auch Greenpeace Deutschland übte Kritik an Al Gore. Weil
DaimlerChrysler als Werbepartner für Live Earth auftrat, sagte
Greenpeace die Teilnahme an der Veranstaltung, die in Deutschland in
Hamburg stattfand, ab.

"Wir haben nichts gegen das, was Al Gore tut, sondern gegen Sponsoren
wie DaimlerChrysler, die mit ihren Autos keinen Beitrag zum
Klimaschutz leisten", erklärt Karsten Smid, Klimaexperte bei
Greenpeace, gegenüber pressetext. Der Wettbewerb für die Werbespots
sei auch grundsätzlich zu begrüßen, sagt er weiter.

Bis 12. September können Werbeagenturen aber Privatpersonen 15-, 30-
oder 60-Sekunden lange Öko-Werbespots einreichen. Die Spots sollen
auf Current TV - Gores Kabelsender - und im Internet auf
Plattformen wie MySpace und YouTube ausgestrahlt werden. Gore hofft,
dass einige TV-Sender Werbezeiten für die Spots spenden. Außerdem
plant Gore Spenden in Millionenhöhe aufzutreiben, um die Werbespots
auf Privatsendern ausstrahlen zu können.

VON VERDRäNGUNGSURLAUBEN UND LEBENSSTIL MANAGERN
Katrin W. leidet unter
Schlafstörungen. Seit kurzem weiß sie auch warum. Sie kann nicht
mehr lieben. Genauer gesagt, sie liebt Ihren Mann nicht mehr.
Manchmal glaubt sie sogar, dass sie ihn noch nie richtig geliebt hat.
Ihr Mann ahnt von all dem nichts, denn Katrin W. ist eine gute
Schauspielerin - im Bett und auch im Alltag, Es gibt viele Gründe,
weiter mit dieser Lüge zu leben, auch wenn die Seele manchmal
streikt. Ihr Mann freut sich auf den gemeinsamen Urlaub nach all der
Schufterei der letzten Monate. Seit dem letzten Karrieresprung ist er
gewaltig gefordert. Gefühle haben da immer weniger Platz. Deshalb
will er keine Probleme, will sich mal so richtig hängen lassen und
belohnen.

“Frust und Streit sind da vorprogrammiert”, so Dr. Jürgen Arent.
“Der Erholungseffekt ist gleich null und Katrin W. wird noch
schlechter schlafen”. Dr. Arent kennt solche Fälle aus seiner langen
Praxis als Zahnarzt und Heilpraktiker. Nächtelanges Zähneknirschen
oder Zähne zusammenbeißen hinterlassen Spuren im Gebiss. Aber nicht
nur dort. Der ganze Körper kommt ins Ungleichgewicht.
Schlafstörungen sind da das geringste Übel. Das weiß auch Dr.
Johann Birkel, Internist und TCM-Arzt: “Wo das System Mensch aus dem
Gleichgewicht geraten ist, beginnt ein verhängnisvoller Kreislauf,
der meist in schweren Krisen endet.” Dr. Birkel behandelt viele
Patienten, die wie Katrins Mann an den Folgen fremder Lebenslügen
leiden. Wie kann dieser Teufelskreis durchbrochen werden?

“Indem wir den Dingen wirklich auf den Grund gehen” so Dr. Arent,
“also nicht das Symptom, sondern die Ursache anschauen lernen.” So
denken nicht alle Mediziner und erst recht nicht alle Patienten.
Bestenfalls gönnen sie sich ein paar Tage Auszeit oder
Verdrängungsurlaub. So nennen Ganzheitsmediziner einen Urlaub, der
nicht wirklich der Gesundheit dient. Besser wäre es nach Meinung
dieser Ärzte, die freie Zeit zu nutzen, um sich und die eigenen
Bedürfnisse wieder spüren zu lernen, wieder in Kontakt zu sich und
den Ursachen ihres Leidens zu kommen, bevor daraus Krankheit und
Unglück wird.
“Die Ursache ist meist nicht die Lebenslüge. Die ist oft das
Ergebnis einer falschen Einstellung. Menschen, die sich ein Leben
lang als Opfer fühlen, müssen sich aufopfern. Da ist kein Platz
für Glück.” So Hans Kreis, Beziehungscoach und Buchautor (Die Kraft
der Lebensvision, Knaur mensSana). Für ihn geht es darum, den
Menschen wieder an seinen Sinn zu führen. Wer sein Leben als
sinnvoll sieht, kann nicht nur gut schlafen, sondern er ist auch
beziehungsfähiger, als Menschen, die sich ausgebrannt und sinnlos
fühlen.

Dazu gehört es, eine andere Einstellung zur Gesundheit zu bekommen.
Für Dr. Birkel geht es darum, dass wir wieder lernen, unser eigener
Lebensstil-Manager zu werden. “Wer um seine Bedürfnisse weiß,
braucht den Arzt primär als Coach und nur sekundär als “Heiler”.
Dies ist nicht nur das ursprüngliche Verständnis der chinesischen
Medizin.
Wichtig dabei ist die Prävention. Besser vorsorgen als Heilen,
lautet mehr denn je die Devise. Je besser die Prävention, umso
größer die Sicherheit, gesund und zufrieden zu bleiben. Prävention
schließt allerdings das ganze “System” Mensch ein. Dazu gehören
Körper, Geist, Seele und Beziehung. Für Dr. Jürgen Arent stehen
die Ärzte deshalb vor vollkommen neuen Herausforderungen. Es geht
nicht mehr nur darum, dass Menschen wieder funktionieren. Es geht
mehr und mehr um Lebensqualität und die hat bekanntlich mit einer
gesunden Mischung von Aktivität und Pause, mit Balance und Energie
zu tun. Oder, wie es Dr. Johann Birkel formuliert: Es geht darum, zu
sich und seinen Bedürfnissen zu stehen und die Verantwortung für
sein Leben zu übernehmen. Da haben Lebenslügen keinen Platz mehr.

7 TIPPS FüR MEHR GESUNDHEIT UND LEBENSFREUDE

1. Lernen beginnt immer bei uns selbst.
2. Nehmen Sie sich und Ihre Bedürfnisse wieder ernst.
3. Erkennen Sie Ihre Ängste als Freund und nicht als Feind.
4. Beginnen Sie mit der Ehrlichkeit bei sich selbst.
5. Gönnen Sie sich schöpferische Pausen
6. Entdecken Sie wieder die Kraft Ihrer Sehnsucht.
7. Werden Sie Ihr eigener Lebensstil-Manager.

In seinem neuen Buch “Die Kraft der Lebensvision” (Droemer Knaur)
zeigt Kreis an vielen Fallbeispielen, wie wir diese Regeln auf dem
Weg zu mehr Lebensfreude nutzen können.

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