Archiv nach Monaten: August 2007

Eindrucksvolle Leistungsschau der Gärtner und Floristen

Die Internationale Gartenbaumesse in Tulln konnte auch heuer wieder ihrem Ruf als Publikumsmagnet gerecht werden und lockte von 23. bis 27.08. insgesamt 109.571 Besucher an. Auf 85.000 m2 Ausstellungsfläche gab es Blumen, Zierpflanzen, Kakteen, Baumschulware, Stauden und viele weitere Dekorationsobjekte zu bestaunen und Informationen einzuholen. Dass Pflanzen in Wohn- und Arbeitsräumen Umweltgifte entfernen können, wurde in Halle 6 vermittelt, wo das Blumenbüro Österreich gemeinsam mit den Niederösterreichischen und Wiener Gärtner und Floristen - unter Unterstützung der Arbeiterkammer Wien - eine farbenfrohe und informative Schau präsentierte.

Gut gegen Asthma & Co: Pflanzen entfernen Luftschadstoffe

    In einem eigenen Bereich waren Grünpflanzen zu einer Art Erholungsgürtel arrangiert und mit Hinweisen zu ihren positiven Einflüssen auf die menschliche Gesundheit versehen. "Viele Besucher waren überrascht, dass gängige Arten wie Efeutute, Einblatt, Gummibaum und Philodendron etwa Formaldehyd entfernen können - einen Schadstoff, der in vielen Pressholzprodukten, Papierwaren oder Bodenversiegelungen vorkommt. Doch auch Benzol, das häufig in Öl, Farben, Plastik- und Gummiartikeln zu finden ist, und andere chemische Substanzen werden von verschiedenen Zimmerpflanzen unschädlich gemacht. Dies ist gerade im Hinblick auf die Zunahme an Allergien und Atemwegserkrankungen von erheblichem Vorteil. Das Grün rund um uns übt somit nicht nur einen positiven Einfluss auf unser Gemüt aus, sondern bietet noch viele weitere Wellness-Effekte", betont das Blumenbüro Österreich, das ein eigenes Informationsblatt zu diesem Thema zusammengestellt hat.

Pflanzen am Arbeitsplatz als Gegenpol zum Stress

    Im Mittelpunkt stand auch die internationale Initiative "Plants for People", die sich auf Informationen über die Wohlfahrtswirkung von Pflanzen in der Arbeitsumgebung spezialisiert hat. "Auch das Wiener Stadtgartenamt, allen voran Direktor Rainer Weisgram, hat die Wichtigkeit dieses Themas erkannt und arbeitet diesbezüglich eng mit uns zusammen. Um die Gesundheit der Wienerinnen und Wiener zu fördern und die positiven Auswirkungen des lebendigen Grüns zu vermitteln, wurden bereits unzählige Büros in der Bundeshauptstadt mit Pflanzen ausgestattet. Dies soll in Zukunft noch weiter forciert werden, um in den Arbeitsräumen einen Gegenpol zum alltäglichen Stress zu schaffen", erklärt das Blumenbüro Österreich.

Tipps und Tricks von Profi-Floristen und -Gärtnern

    Doch auch in anderen Themenbereichen konnten sich die zahlreich angereisten Blumenfreude in Tulln beraten lassen. So wurde an allen fünf Messetagen auf der Radio Niederösterreich-Bühne ein abwechslungsreiches Programm geboten. Besonders großen Anklang fanden dabei laut Blumenbüro Österreich die eindrucksvollen Floristen-Shows, bei denen sich die Besucher von den Profis praktische Tipps und Tricks für eigene Blütenarrangements und -gestecke holen und abschauen konnten. Viele ließen sich auch nicht die Chance entgehen, die beliebten Star-Gärtner aus dem Fernsehen, Franz Gabesam, Johannes Käfer und Karl Ploberger, bei informativen Vorträgen einmal live erleben und um Rat fragen zu können. Egal, ob es ums Umtopfen, gesunde Kräuter, Schädlinge oder den richtigen Baumschnitt ging - keine Frage blieb unbeantwortet. "Unser Ziel ist es, den Konsumenten zu vermitteln, wie sie bei der Garten- und Zimmerpflanzen-Pflege mit minimalem Aufwand den maximalen Effekt erzielen können. Dazu eignen sich Gelegenheiten wie die Tullner Gartenbaumesse ganz hervorragend", so das Blumenbüro Österreich. Doch auch das weltweit gültige Qualitätslabel "Fair Flowers Fair Plants" (FFP), der naturnahe Pflanzenschutz mit Nützlingen und das Umweltzeichen wurden dem Publikum vorgestellt. Für eine prächtige Kulisse sorgten zahlreiche farbenfrohe Gestecke, die die Leistungen der Niederösterreichischen und Wiener Gärtner und Floristen einmal mehr vor Augen führten.

Garten

Gesundheit

Aktuelle Umfrage des Market Institutes

Mit der relativen Mehrheit von 44 Prozent
schätzen die Österreicher die Bedeutung der Bauernarbeit für die
Landschaftspflege und den Landschaftsschutz wesentlich höher ein als
für die Lebensmittelproduktion, die nur auf 30 Prozent kommt. Diese
Werte erbrachte eine Studie des Market Institutes nach einer
repräsentativen österreichweiten Umfrage.

33 Prozent der Bevölkerung in Niederösterreich, Wien und
Burgenland sind der Meinung, dass die Lebensqualität auf dem Land am
höchsten ist. Für 20 Prozent ist die Lebensqualität in Kleinstädten
am höchsten, für 25 Prozent am Stadtrand. Als wichtigste Maßnahmen
zur Sicherung der ländlichen Gebiete als attraktiver Wohn- und
Lebensraum gelten die Sicherung der Nachversorgung, die Schaffung und
Erhaltung von Arbeitsplätzen, mehr Erwerbsmöglichkeiten für Frauen
sowie eine nachhaltige landwirtschaftliche Bewirtschaftung. Jeder
zweite nennt mehr Kindergärten und Kinderspielplätze sowie die
Verbesserung der gesundheitlichen Infrastruktur mit mehr Fachärzten.

Grundsätzlich bringen die Konsumenten mit 84 Prozent der
heimischen Landwirtschaft mehr Vertrauen entgegen als importierten
Lebensmitteln. Derselbe Prozentsatz der Österreicher ist davon
überzeugt, dass es in Zukunft weniger Bauern geben wird. Die daraus
erwachsenden stärksten Nachteile werden in der Landschaftspflege, der
Versorgungssicherheit und in der Abhängigkeit von Importen geortet.

BRITISCHE HERZCHIRURGEN LEGEN STERBERATEN AUF WEBSITE OFFEN
PATIENTEN SOLLEN SICH BESSER INFORMIEREN KöNNEN

Nicht alle Ärzte sind mit der Veröffentlichung einverstanden

London - Mehr als 200 britische
Herzchirurgen haben die Zahlen der Überlebenden von Operationen
veröffentlicht. Laut BBC ist diese Zahl doppelt so hoch wie im
Vorjahr als die Zahlen zum ersten Mal veröffentlicht wurden. Rund 70
Prozent der Chirurgen haben jetzt ihre Erfolgsrate auf der Website von
Healthcare Commission http://www.healthcarecommission.org.uk
veröffentlicht. So haben zukünftige Patienten Zugriff auf diese
Daten. Die Daten für die Jahre 2005 und 2006 zeigen, dass alle 36
Herzzentren zufriedenstellende Erfolgsraten aufweisen können. Dieses
Jahr wurden die Daten noch strenger überprüft als im Vorjahr.

Dieses Modell ermöglicht Patienten zu sehen, wie die Herzzentren im
Vergleich zu den bestehenden Standards abgeschnitten haben.
Zusätzlich kann man sich darüber informieren, wie diese Standards
im europäischen Vergleich abschneiden. Die Zahlen beziehen sich auf
die beiden am häufigsten durchgeführten Eingriffe. Im letzten Jahr
wurden etwa 20.773 Bypass-Operationen durchgeführt. 98,4 Prozent der
Patienten überlebten den Eingriff. Mehr als 98 Prozent überlebten
einen Eingriff an der Klappe der Aorta. Dieser Wert ist etwas besser
als im Vorjahr.

Rund 2,6 Mio. Menschen leiden an Herzkrankheiten. Mehr als 30.000
Eingriffe jährlich sind allein in Großbritannien erforderlich. Die
Daten wurden nach einem Skandal bei der Bristol Royal Infirmary
http://www.ubht.nhs.uk/hospitals.asp veröffentlicht. Trotz
überdurchschnittlich hoher Sterberaten operierten die Chirurgen
weiterhin Kinder. Einige Chirurgen haben sich gegen die
Veröffentlichung ausgesprochen, weil dadurch der Erfolgsdruck noch
höher würde. Dadurch würden Ärzte konsequent entmutigt, auch
risikoreiche Eingriffe durchzuführen. Die Healthcare Commission hat
versucht diese Bedenken zu zerstreuen, in dem Faktoren wie das Alter
der Patienten oder die Schwere der Erkrankung berücksichtigt wurden.