Archiv nach Monaten: November 2007

PSA-Werte werden durch das Gewicht beeinflusst

Ärzte müssen das Gewicht eines Patienten berücksichtigen, wenn sie die Testergebnisse bei Prostatakrebs auswerten. Wissenschaftler des Duke Prostate Center http://www.dukehealth.org haben nachgewiesen, dass Fettleibigkeit die Ergebnisse verfälschen kann. Fettleibige Männer verfügen über mehr Blut. Aus diesem Grund kann die Konzentration der Antigene geringer sein, die als Marker für eine Erkrankung eingesetzt werden. Für die im Journal of the American Medical Association http://jama.ama-assn.org veröffentlichte Studie wurden die Daten von 14.000 Patienten ausgewertet.

Dieser Forschungsansatz könnte erklären, warum stark übergewichtige Männer anscheinend an aggressiveren Krebsformen erkranken. Die Tumore dürften im Anfangsstadium einfach nicht festgestellt werden. Der PSA-Test für das prostataspezifische Antigen gilt als notorisch unzuverlässig. Rund ein Drittel der Männer mit erhöhten PSA-Werten werden nicht an Krebs erkranken. Trotzdem müssen sie umfangreiche Tests über sich ergehen lassen. Andererseits erkennt der Test laut Studie immer wieder eine Krebserkrankung nicht.

Der Urologe Stephen Freedland erklärte, dass diese Forschungsergebnisse tatsächlich eine Begründung dafür liefern, warum fettleibige Männer dazu neigen niedrigere PSA-Werte zu haben als normalgewichtige. “Wird das Körpergewicht nicht berücksichtigt, übersehen wir vielleicht viele Krebserkrankungen.” Bei den dicksten Patienten lagen die PSA-Werte 21 Prozent unter jenen von normalgewichtigen. Allein in Großbritannien ist der Prostatakrebs für 13 Prozent der tödlichen Krebserkrankungen verantwortlich. Nach dem Lungenkrebs handelt es sich um die am häufigsten letale Krebserkrankung.

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Shiitake, Reishi und andere Vitalpilze sind die natürlichen Fitmacher

Shiitake - der König der Vitalpilze

Ob romantischer Winterspaziergang oder fröhlicher Bummel über den Weihnachtsmarkt: Wer fit und gesund ist, kann die schönen Seiten des Winters genießen. Doch mit der kalten Jahreszeit kommen auch die typischen Spaßverderber - Schnupfen, Husten, allgemeine Müdigkeit und depressive Verstimmungen. Ihnen gilt es Paroli zu bieten, und zwar am besten mit natürlichen Heilmitteln.

Das Spektrum an traditionellen Hausmitteln gegen Erkältung ist groß. Jeder kennt die Ratschläge: viel Bewegung, genügend Schlaf und gesunde Ernährung. Eigentlich sind das einfache Mittel, aber sie verlangen eine gewisse Disziplin. Denn die Verführungen des Winters sind groß, so etwa gemütliche Stunden auf dem Sofa und vorweihnachtliche Schlemmereien. Aus diesem Dilemma gibt es einen ganz natürlichen Ausweg: Vitalpilze. Sie sind echte Fitmacher und helfen dabei, den Winter unbeschadet zu überstehen.
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Vitalpilze unterstützen das Immunsystem und wirken so gegen Schnupfen und Co. In Asien werden Pilze mit besonderen Wirkstoffen schon seit Jahrtausenden als Heilmittel verwendet. Die Erfolge der Mykotherapie - “mykos” kommt aus dem Griechischen und heißt “Pilz” - überzeugen zunehmend auch hierzulande. Immer mehr Menschen nutzen Vitalpilze als Extraportion Power und zur Vorbeugung von Beschwerden. Das Beste daran: Die Wirkstoffe aus der Natur sind rein pflanzlich, bleiben ohne unangenehme Nebenwirkungen und sind für die einfache tägliche Anwendung als Tabletten, Kapseln und Extrakte erhältlich.

Inhaltsstoffe wie Vitamine und Spurenelemente, Mineralstoffe und Polysaccharide stärken den Körper und die Selbstheilungskräfte. Zu den bekannten Vitalpilzen gehören der Reishi (Ganoderma lucidum) und der Shiitake (Lentinula edodes). Der Reishi wird traditionell zur Vorbeugung und Stärkung der Abwehrkräfte eingesetzt. Der Shiitake hilft bei Beschwerden, wenn die Grippe bereits zugeschlagen hat.

Auch gegen Müdigkeitsgefühle und Abgeschlagenheit gibt es einen speziellen Pilz: den Raupenpilz (Cordyceps sinensis). “Seit Jahrhunderten wird der Raupenpilz in der traditionellen Heilkunde angewandt, um Müdigkeit und Erschöpfungszustände zu behandeln - Cordyceps gilt als Pilz, der die Regeneration unterstützt”, schreibt Dr. med. Andreas Kappl in seinem Buch “Gesund mit Medizinalpilzen”, Verlag Gesund + Vital. Gerade im Winter schenken Vitalpilze neue Abwehrkräfte, Energie und Lebensfreude - nebenwirkungsfrei und ganz natürlich.

Für den gezielten Einsatz gibt es die Wirkstoffe von Vitalpilzen in konzentrierter Kapsel- und Tablettenform oder als Extrakt. Auch Tees werden in der Mykotherapie eingesetzt: Pulver mit den Inhaltsstoffen der Pilze wird einfach wie Tee zubereitet.
Eingehende Informationen zu Vitalpilzen, deren Inhaltsstoffen und Wirkungsweise gibt es bei der Gesellschaft für Vitalpilzkunde e. V. unter: http://www.vitalpilze.de

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Kortex verdickt sich um bis zu 21 Prozent

Wissenschaftler des Massachusetts General Hospital http://www.massgeneral.org haben Unterschiede in den sensorischen Bereichen des Gehirns von Menschen, die an Migräne leiden, entdeckt. Es zeigte sich, dass ein Teil des Kortex dicker ist. Derzeit ist nicht geklärt, ob der Unterschied ein Auslöser oder eine Folge der Migräneanfälle ist. Die in Neurology http://www.neurology.org veröffentlichte Studie geht davon aus, dass diese Veränderungen Patienten generell sehr schmerzempfindlich machen.

Das Team des spitaleigenen Martinos Center for Biomedical Imaging verglich 24 Migräne-Patienten mit zwölf gesunden Teilnehmern. Der somatosensorische Kortex war bei den Migräne-Teilnehmern bis zu 21 Prozent dicker. Die leitende Wissenschaftlerin Nouchine Hadjikhani erläuterte, dass wiederholte Migräneanfälle zu diesen Veränderungen führen oder aber auch durch sie ausgelöst werden können. “Die meisten Teilnehmer litten seit ihrer Kindheit an Migräne. Eine übermäßige Stimulation dieses sensorischen Bereiches könnte daher die Ursache für die Veränderung des Kortex sein.” Diese Forschungsergebnisse wiesen darauf hin, dass die sensorischen Mechanismen des Gehirns eine wichtige Rolle bei Migräne spielen. Damit könnte auch erklärt sein, warum Migräne-Patienten häufig auch an anderen schmerhaften Erkrankungen im Rücken und im Kiefer leiden. Dazu kommen immer wieder auch sensorische Probleme wie bei der Allodynie. Bei dieser Krankheit führt bereits ein leichter Luftzug zu Schmerzen.

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Expertin kritisiert qualitative Unterschiede und uneinheitliche Standards

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) http://www.dge.de ist bei einer aktuellen Untersuchung der Frage nachgegangen, ob Smoothies ein echter Ersatz für pures Obst und Gemüse sein können. Im englischsprachigen Ausland gelten diese - zum Unterschied zu normalen Fruchtsäften - aus ganzen Früchten gewonnenen Getränke bereits länger als Wellness-Trend. Seit Anfang 2007 erobern sie aber auch hierzulande die Supermarktregale. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens ACNielsen wurden in den vergangenen zwölf Monaten allein in Deutschland knapp 16 Mio. Liter davon verkauft. Laut einer aktuellen Studie des Instituts GfK erreichen die gekühlten Fruchtdrinks auch in Österreich bereits nach einem halben Jahr eine Reichweite von 14 Prozent. Angesichts dieser Entwicklung und einer immer unüberschaubarer werdenden Anzahl von verschiedenen Anbietern, die Produkte unterschiedlicher Qualität auf den Markt bringen, wird der Ruf nach einheitlich geregelten Standards immer lauter.

“Wir beobachten in letzter Zeit verstärkt den Versuch vieler Unternehmen, alles unter dem Begriff ‘Smoothie’ zu vermarkten”, erklärt Antje Gahl, Ernährungswissenschaftlerin und DGE-Sprecherin, gegenüber pressetext. Man habe festgestellt, dass sich hinter diesem Begriff durchaus sehr verschiedene Produkte verbergen können. Einige seien hauptsächlich aus Saft oder Saftkonzentraten hergestellt und unterscheiden sich daher kaum von normalen Fruchtsäften. “Echte Smoothies bestehen nur aus Fruchtmark bzw. -püree, Direktsäften und gegebenenfalls Fruchtstücken”, so Gahl. Zu beachten seien vor allem auch die qualitativen Unterschiede der angebotenen Produkte, die es Ernährungsexperten nur schwer erlauben, eine generelle Beurteilung der Getränke abzugeben.

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Wien - Seit dem 7. Jahrhundert wird in Tibet mit der Kraft traditioneller Kräutermischungen gearbeitet. In Österreich haben sich bisher tibetische Rezepturen zur Unterstützung der Durchblutung und der Verdauung etabliert.

In Tibet geht man davon aus, dass drei Energien in uns wirken: Lung, Tripa und Beken. Diese sollten sich immer im Gleichgewicht befinden. Ungleichgewicht führt zu Unwohlsein, psychisch und auch körperlich.

Viel Fingerspitzengefühl
Zu erkennen, welche der Energien sich im Ungleichgewicht befindet, ist sehr schwierig und bedarf jahrelanger Erfahrung. Tibetische Ärzte nutzen ihr Wissen um Puls-, Zungen- und Urindiagnostik, um Energiedefizit oder -überschuss aufzuspüren.

“Bei Unruhe etwa überwiegt erfahrungsgemäß zumeist das bewegende Prinzip Lung, die Windenergie”, so Dr. Andrea Überall, Therapeutin und Autorin des Ratgebers “Die tibetische Hausapotheke” (Oesch Verlag). “Durch eine bestimmte Kombination aus verschiedenen Kräutern kann die innere Balance wiederhergestellt werden. Ich habe bei meinen Klienten Patienten gute Erfolge mit tibetischen Kräuterformel ‘Sorg´zin’ erzielen können.”

Von Kräutern und Kräften
Die Rezeptur “Srog ‘zin 10″ wurde in dem Nahrungsergänzungsmittel PADMA NERVOTONIN® nach westlichen Standards und Qualitätskriterien umgesetzt. Sie sorgt - vor allem in Zeiten größerer nervlicher Belastung und Alltagsstress - für innere Ruhe und Balance. Die Mischung aus Gewürznelken, Muskatnuss, Weihrauch und anderen wertvollen Kräutern verhilft zu gesundem Schlaf, innerer Ausgeglichenheit und letztendlich auch zu mehr Energie. So können auch stressige Zeiten in Ruhe durchlebt werden. Denn auch in Tibet weiß man: In der Ruhe liegt die Kraft.

Die Prinzipien der tibetischen Kräuterkunde
Generell gilt: Der wesentliche Schritt bei der Entwicklung der Kräuterrezepturen ist das gezielte Zusammenführen einzelner Kräuter zu einer Komposition, deren gesamtes Spektrum effektiver ist, als das einzelner Pflanzen und deren jeweilige Eigenschaften. Etablieren konnten sich in Österreich bereits die traditionellen Kräuterrezepturen Padma Basic zur Unterstützung des Immunsystems und der Durchblutung sowie Padma Digestin zur Regulierung der Verdauung.

Beobachtbarer Effekt mit Wirkung von Aspirin vergleichbar

Zürich - Eine Forschergruppe der Klinik für Kardiologie des Züricher Universitätsspitals http://www.kardiologie.unispital.ch hat eine Studie vorgelegt, die dunkler Schokolade gesundheitsfördernde Effekte bescheinigt. Die Studie, bei der die Wirkung von kommerziell erhältlicher, dunkler Schokolade auf die Herzkranzgefäße und Blutplättchen bei Herztransplantierten untersucht worden ist, belegt dabei einen eindeutigen günstigen Effekt auf das Herz. Diese nun erstmals nachgewiesene Wirkung hilft möglicherweise alternative Strategien zu finden, wie Patienten vor Atherosklerose geschützt werden können und das Risiko eines Herzinfarkts oder eines Hirnschlags reduziert werden kann.

Die Ergebnisse der Studie sind eindeutig: Bereits der Verzehr von 40 Gramm dunkler Schokolade mit einem Kakaoanteil von über 70 Prozent erweitern die Herzkranzgefäße und verbessern die Aktivität der Blutplättchen. “Das Studienmodell zeigte eindeutig, dass jene Patienten, die zuvor dunkle Schokolade erhalten hatten, eine Erweiterung des Gefäßdurchmessers und eine Verbesserung dessen Funktion aufwiesen. Eine Kontrollgruppe, der als Placebo flavonoidfreie Schokolade verabreicht worden war, wies diese Veränderungen nicht auf”, so der Kardiologe. Zudem konnte festgestellt werden, dass auch die Aktivität der Blutplättchen durch den Konsum der Schokolade verbessert werden kann. Der beobachtete Effekt sei mit der Wirkung von Aspirin vergleichbar, so ein Forscher.

Kakao ist reich an natürlichen Antioxidantien, welche oxidativen Stress vermindern. Dieser spielt eine wichtige Rolle im Alterungsprozess und bei Atherosklerose und kann zu Herzinfarkten oder Hirnschlägen führen. Besonders Patienten mit transplantiertem Herz, mit erhöhten Blutfetten oder Bluthochdruck haben in Folge des oxidativen Stresses mit enggestellten Herzkranzgefäßen und erhöhter Blutplättchenaktivität zu kämpfen.

In den letzten Jahren sind bereits durch mehrere Studien verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften von Kakao entdeckt worden. So ist es derselben Forschungsgruppe des Universitätsspitals bereits im Vorjahr gelungen nachzuweisen, dass dunkle Schokolade auch den ungünstigen Effekt von Zigarettenrauch auf die Gefäßfunktion verbessern kann. Größer angelegte Studienmodelle sollen nun den Einfluss von dunkler Schokolade auf die Erkrankungswahrscheinlichkeit oder die mögliche Reduktion der Sterblichkeit untersuchen.

Segel für Handelsschiffe könnten rasche Abhilfe schaffen

Abgase aus Schiffen fordern jährlich mindestens 60.000 Todesopfer. Zu diesem Schluss kommt eine Studie im Wissenschaftsmagazin Environmental Science and Technology. Wenn nicht schleunigst Maßnahmen getroffen werden, werde die Opferzahl noch weiter stark steigen. Der globale Schiffsverkehr wird nämlich bis 2012 weltweit um 40 Prozent ansteigen, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner Online-Ausgabe. Für ihre Berechnungen nutzten die Wissenschaftler um James Corbett Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie haben in verschiedenen Gebieten der Erde die Häufigkeit von Krankheiten mit der Menge der Schiffsemissionen verglichen.

Jährlich blasen Schiffe, die zumeist mit schwerem Dieselöl fahren, zwischen 1,2 und 1,6 Mio. Tonnen Abgaspartikel in die Atmosphäre. Schiffe tragen etwa ein Zwölftel zum technisch-industriellen Schwefeldioxid-Ausstoß weltweit bei. Zudem emittieren sie knapp ein Sechstel der vom Menschen verursachten Stickoxide. Wie bei allen Verbrennungsvorgängen werden auch Feinstäube emittiert. Darunter befinden sich auch jene Partikel, die kleiner als zehn Mikrometer im Durchmesser sind. Besonders die ultrafeinen Partikel werden von zahlreichen Forschern immer wieder dafür verantwortlich gemacht Herz- und Lungenkrankheiten zu verursachen, da sie die Lungen-Herzschranke passieren können.

Es gebe auch Hinweise darauf, dass Emissionen aus Schiffsmotoren auch jene kanzerogenen Partikel enthalten, die sich auch im Zigarettenrauch befinden. “Je kleiner diese Partikel, desto gefährlicher sind sie”, bestätigt Aaron Cohen, derzeitiger Berater der Weltgesundheitsorganisation. “Partikel, die kleiner als 2,5 Mikrometer sind, fordern jährlich mindestens 800.000 Todesopfer weltweit.”

Eine Lösung gegen die Verunreinigung der Atmosphäre durch die Schiffsabgase könnte in einer Renaissance der Segel bzw. der Zugdrachen für die kommerzielle Seefahrt liegen. “Das Hamburger Unternehmen SkySails http://www.skysails.info hat ein Wind-Antriebssystem auf Basis von großen Zugdrachen bereitgestellt, das diesen Anforderungen gerecht wird”, erklärt Heinz Otto vom Bundesverband Windenergie, der sich für den Windantrieb für Handelsschiffe http://www.windschiffe.de stark macht, gegenüber pressetext. Großflächige Zugdrachen sollen die Schiffe über die Meere ziehen. Das von SkySails geplante Produktprogramm umfasst Antriebssysteme mit einer Normleistung von bis zu 5.000 kW. Das Unternehmen verspricht, dass damit im Jahresdurchschnitt Treibstoffkosten zwischen zehn und 35 Prozent gesenkt werden können.

“Mitte Dezember 2008 wird das 140-Meter lange Frachtschiff “Beluga SkySails” der Reederei Beluga Shipping in Betrieb gehen. Damit ist Beluga Shipping die weltweit erste Reederei, die ein Schiff mit dem Zugdrachen-Antriebssystem ausrüstet.” Seitens SkySails wird zudem daran gearbeitet bereits existierende Frachtschiffe mit solchen Zugdrachen nachträglich auszurüsten. Bereits kurz nach dem Stapellauf der Beluga soll ein solches nachgerüstetes Frachtschiff in Betrieb genommen werden.

Ruhezeiten werden kürzer, Hunger immer größer

Forscher der Northwestern University http://www.northwestern.edu in Evanston/Illinois haben entdeckt, dass fette Ernährung die innere Uhr von Mäusen empfindlich stört. Die Erkenntnisse sind überraschend und weisen daraufhin, dass ein komplexer Zusammenhang zwischen der inneren Uhr und dem Metabolismus besteht. Demnach waren die Tiere, die fettreiches Essen erhielten zu ungewöhnlichen Zeiten aktiv, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature in seiner Online-Ausgabe. Nun wollen die Wissenschaftler untersuchen, ob die fettreiche Ernährung auch beim Menschen die Innere Uhr stört. Daraus könnten sich neue Ansätze bei der Behandlung von Fettleibigkeit ergeben.

Der Endokrinologe Joseph Bass fütterte einer Gruppe männlicher Mäuse Nahrung, bei der 45 Prozent der Kalorien aus Fett stammten. Anschließend untersuchte er ihre Aktivitäten. Bereits nach einer Woche zeigten die Tiere einen veränderten Tagesrhythmus, obwohl noch keine Gewichtsveränderungen eingetreten waren. Sie waren weitaus länger aktiv und hielten die Schlaf- und Ruhephasen weniger genau ein wie ihre Artgenossen, die eine ausgewogene Nahrung erhielten.

“Es ist das erste Mal, dass eine Studie den Zusammenhang zwischen Nahrung und der Inneren Uhr herstellen kann”, meint Schlafforscherin Eve Van Cauter von der University of Chicago, die an der Studie nicht mitgearbeitet hat. “Legt man dies auf den Menschen um, bedeutet das, dass die betreffende Person Schwierigkeiten hat zu einer vernünftigen Zeit ins Bett zu gehen. Das wiederum kann zu Schlafstörungen und Nachtessen führen.” Beide Symptome gelten als Risikofaktoren für Fettsucht und Diabetes.

Der Zusammenhang zwischen Metabolismus und der Inneren Uhr ist für Bass keine Überraschung, da beide Systeme viele molekulare Signalwege miteinander teilen. In vorhergehenden Untersuchungen hat der Forscher gezeigt, dass Mäuse mit einer gestörten Inneren Uhr unkontrollierter fressen und eher zu Übergewicht neigen wie normale. Bei den fettreich ernährten Mäusen fanden die Forscher nach einiger Zeit Stoffwechselmarker, die deutliche Abweichungen aufwiesen. Darunter war zum Beispiel das Hormon Leptin, das das Sattsein steuert sowie den Blutzuckerspiegel, die Insulinmenge im Blut und die Konzentration an Fettsäuren im Blut.

Auch der Schlafexperte Jan Born, Leiter des Instituts für Neuroendokrinologie der Universität zu Lübeck http://www.kfg.uni-luebeck.de sieht die Studie der US-Forscher als höchst interessanten Ansatz. “Wir wissen, dass das Essverhalten mit dem zirkadischen Rhythmus in engem Zusammenhang steht”. Das habe jedoch vielfach mit einer Schlafapnoe zu tun. Andere Studien seien bisher nicht bekannt. “Es könnte tatsächlich einen Zusammenhang zwischen dem vermehrten Fastfood-Konsum und den kürzeren Schlafzeiten geben.” Dies sei allerdings spekulativ. “Tatsache ist, dass in den Industrieländern die Schlaf- und Ruhezeiten deutlich kürzer geworden sind”, so der Forscher abschließend.

Auch Nicht-Übergewichtige sollten auf Gewicht achten

London - Einer Meta-Studie des World Cancer Research Fund http://www.wcrf.org zufolge, liegt in der Gewichtsabnahme ein Geheimnis der Krebsvorsorge. Jeder sollte darauf achten, so dünn wie möglich - allerdings nicht untergewichtig - zu sein, berichtet BBC-Online. Zu vermeiden sind gezuckerte Softdrinks, Alkohol und Speck. Das Cancer Institute http://www.aicr.org hat zwar keine neuen Studienergebnisse vorzulegen, verweist aber auf insgesamt 7.000 Krebsuntersuchungen der vergangenen fünf Jahre.

Der gesunde Body-Mass-Index liege zwischen 18,5 und 25. Das Krebsrisiko steige allerdings, je näher es bei 25 liege. Grundaussage der untersuchten Studien war, dass das Körperfett einen wesentlichen Anteil bei der Entwicklung von Tumoren spiele. Die Studienautoren haben zudem eine Liste von Lebensmitteln erstellt, die nur in Maßen genossen werden sollten. Dazu gehören vor allem weniger als 500 Gramm rotes Fleisch pro Woche, weniger Alkohol, weniger Schinken, Speck und andere verarbeitete Fleischprodukte wie etwa Würste und weniger gezuckerte Soft-Drinks. Weiters raten die Experten zum täglichen Trainieren. Gewarnt wird vor der Gewichtszunahme ab dem 21. Lebensjahr. Hinzu kommt noch der Ratschlag, Kinder mit Muttermilch zu ernähren und auf Vitamin-Supplemente gegen Krebs zu verzichten. Diese Empfehlungen wären allerdings keine Gebote, schreiben die Forscher.

“Wenn Menschen Interesse daran haben, ihr Krebsrisiko zu verringern, sind diese Empfehlungen ernst zu nehmen”, erklärt Martin Wiseman. Krebs sei kein Schicksal, sondern eine Frage der Risikobewertung. Und diese könne man durch sein eigenes Benehmen steuern. “Es ist sehr wichtig, dass Menschen fühlen, dass sie das, was sie tun auch selbst kontrollieren”, so der Mediziner. Was die Studie allerdings auch deutlich machte, ist die Tatsache, dass zwei Drittel der Krebsfälle gar nicht auf den Lebensstil zurückzuführen sind.

Wiseman bleibt allerdings dabei, dass von den insgesamt zehn Mio. Krebsfällen, die derzeit jährlich weltweit diagnostiziert werden, drei Mio. durch Lebensstiländerungen wie sie in der Studie aufgezählt werden, verhindert werden könnten. Allein in Großbritannien werden jährlich 200.000 neue Krebsfälle diagnostiziert. Dabei sind Brust- und Darmkrebs die beiden Arten, die besonders häufig auftreten. In den Untersuchungen wurde deutlich, dass bei beiden Erkrankungen das Körperfett eine wesentliche Rolle spiele.

Vom Aspekt der Krebserkrankung her, sollte auch der Alkoholkonsum deutlich eingeschränkt werden, kommen die Autoren zum Schluss. Andere wissenschaftliche Studien haben allerdings gezeigt, dass ein moderater Alkoholgenuss anderen Krankheiten vorbeugen kann. Daher soll die Tagesration nicht mehr als zwei Drinks für Männer und ein Drink für Frauen betragen. Von gezuckerten Softdrinks sollte generell Abstand genommen werden, schreiben die Autoren. Diese würden dafür sorgen, dass man dick werde. Das gilt auch für Fruchtsäfte. Obwohl der wissenschaftliche Beweis für die gesundheitlichen Vorteile der Muttermilch fehlen, raten die Forscher dazu. Das Säugen verringere das Brustkrebsrisiko der Mutter und eine zukünftige Fettleibigkeit des Kindes.

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Genussvolles Essen ohne Hektik gesünder

Stress macht dick (Foto: pixelio.de)

Die Deutschen werden aus Zeitmangel immer dicker. Nach einer Umfrage der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD http://www.oecd.org sind 13,6 Prozent der Deutschen fettleibig. Die Welt sei hektischer geworden und jeder habe sehr viel Stress. Die Wege zur Arbeit seien oft lang, sodass man gezwungen sei, häufig außer Haus zu essen. Dabei fiele die Wahl oft auf Fastfood, erklärte Ulrich Overdiek, Geschäftsführer von Vivamangiare Wellfood http://www.vivamangiare.de , im Gespräch mit dem Deutschlandfunk.

Gesundheit gilt als hohes Gut - nicht nur in Deutschland. In seinem Buch “Lebenslust” schreibt der Psychotherapeut Manfred Lütz, die Leute lebten heute fast nur noch präventiv, um dann gesund zu sterben. Doch bei vielen sieht die Sache etwas anders aus. Sie leben eben nicht gesund, werden dick, sterben früher und belasten die Gesundheitskassen. “Man hat selbst keine Möglichkeit mehr, ein gutes Essen zuzubereiten, also einen Salat zu putzen, Gemüse zu waschen. Das hat ja alles auch mit Zeit und Aufwand zu tun. Da ist es natürlich viel einfacher, zu Convenience-Produkten zu greifen, die oft viel Zucker und versteckte Fette haben. Wenn man sieht, dass sogar eine Bionade, die eigentlich als Biogetränk immer in den Vordergrund gestellt wird, noch Zucker hat, dann muss man sich fragen, wie man als Otto Normalverbraucher überhaupt noch an gesunde Lebensmittel kommen soll”, so Overdiek.

Gesundes Essen stelle aber nicht automatisch einen Verzicht auf Geschmack und Genuss dar, so der Vivamangiare-Gründer. In den Stores seines Unternehmens verzichte man bewusst auf Geschmacksverstärker, weil ein gutes Stück Fleisch oder ein gutes Stück Fisch oder auch frisches Obst immer natürlich schmecke und viel mehr Geschmack habe als manche Geschmacksverstärker. “Wir haben wahrscheinlich verlernt, die naturreinen Dinge wirklich zu genießen”, sagte Overdiek. Wellfood verzichte auf viel Salz und Zucker, arbeite mit vielen Kräutern und mit verschiedenen Gewürzen, die naturbelassen seien. Zudem pflege man die Essenskultur mit einem sehr gehobenen Ambiente mit großen Eichentischen und schönen Lampen.