Archiv nach Monaten: Januar 2008

Bakterielle Erkrankung gegen eine Vielzahl von Antibiotika resistent San Francisco – Ein tödlicher Stamm von MRSA, der zu einer fleischfressenden Form von Lungenentzündung führen kann, ist aufgetaucht. Erste Forschungen des San Francisco General Hospital Medical Centre http://www.sfghf.net/ weisen darauf hin, dass der Erreger im Großraum San Francisco vor allem die homosexuelle Gemeinde in Castro heimsucht. In Großbritannien wurden laut BBC erst zwei Fälle von Infektionen mit dem USA300-Stamm bekannt. Diese MRSA-Form wird normalerweise nicht in Krankenhäusern übertragen, sondern beim zufälligen Kontakt zwischen Menschen. Der neue Stamm ist gegen die Behandlung mit einer Vielzahl von Antibiotika resistent. Er führt zu großen Geschwüren in der Haut. In schweren Fällen kommt es zu einer tödlichen Blutvergiftung oder einer nektrotisierenden Lungenentzündung, bei der das Gewebe der Lungen zerstört wird. Details der Entdeckung wurden in den Annals of Internal Medicine http://www.annals.org/ veröffentlicht.

Laut dem Team um Binh Diep trat der Bazillus bisher 13 Mal häufiger bei homosexuellen Männern in San Francisco auf als bei anderen Menschen. Im Castro Bezirk, in dem mehr homosexuelle Menschen leben als anderswo in den Vereinigten Staaten, trägt einer von 588 diese MRSA-Form in sich. In der Gesamtbevölkerung der Stadt ist einer von 3.800 Menschen betroffen. Laut Diep sind von diesen resistenten Infektionen häufig homosexuelle Männer in Körperbereichen betroffen, wo es während des Geschlechtsverkehrs zu einem Hautkontakt kommt. „Da diese Bakterie auch bei einem zufälligeren Kontakt übertragen werden kann, befürchten wir eine Ausbreitung auf die gesamte Bevölkerung.“

Die beste Möglichkeit eine Übertragung zu verhindern sei vermutlich, sich vor allem nach sexuellen Aktivitäten gründlich mit Seife und Wasser zu waschen. Die aktuelle Studie basiert auf einer Untersuchung der Daten von Kliniken in San Francisco und Boston. Mark Enright, einer der führenden britischen MRSA-Experten erklärte, dass die Höhe der Zahlen überraschend sei. „Wir wissen, dass der USA300-Stamm sich sehr leicht über Hautkontakt überträgt. Am meisten gefährdet sind homosexuelle Männer, Drogenkonsumenten und Sportler, wie etwa Ringer, die viel Körperkontakt haben. Viele Sexualpartner und häufiger Hautkontakt mit vielen verschiedenen Menschen erleichtern die Ausbreitung der Infektion.“ Gesundheit.wife

Künstlicher Süßstoff Sorbit wirkt abführend

Zuviel zuckerfreier Kaugummi kann zu einem ernsten Gewichtsverlust und Durchfall führen. Laut den Wissenschaftlern der Charité http://www.charite.de ist dafür Sorbit verantwortlich, das als Süßstoff in Kaugummis und Süßigkeiten weit verbreitet ist. Es wirkt wie ein Abführmittel. Im British Medical Journal http://www.bmj.com wurden zwei Beispiele von Patienten veröffentlicht, die nach rund 20 Streifen Kaugummi am Tag erkrankten. Vertreter der Industrie erklärten laut BBC, dass es sich bei Sorbit um ein sicheres Produkt handle. Zusätzlich seien auf den Packungen Warnungen vor einem übermäßigen Konsum angebracht.
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Sorbit wird häufig bei so genannten zuckerfreien Lebensmitteln eingesetzt. Dazu gehören auch Produkte für Diabetiker. Es wird auch als Abführmittel benutzt. Trotz der Warnungen realisieren laut den Forschern viele Menschen nicht, dass große Mengen zu Magenproblemen führen können. Eine 21 Jahre alte Frau litt acht Monate lang unter Durchfall und Magenschmerzen. Erst nach einer ganzen Reihe von medizinischen Tests wurde der Kaugummi als Schuldiger identifiziert. Innerhalb dieses Zeitraums nahm sie elf Kilo ab und wog zu wenig. Ein Mann schließlich wurde ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er innerhalb eines Jahres mehr als 22 Kilo abgenommen hatte und dauernd an Durchfall litt. Beide nahmen pro Tag zwischen 20 und 30 Gramm Sorbit zu sich. Ein Streifen Kaugummi enthält 1,25 Gramm.

Der Gastroenterologe Jürgen Bauditz erklärte, dass fünf bis 20 Gramm Sorbit ausreichen, um geringfügige Magenprobleme wie Blähungen oder Krämpfe zu verursachen. Mehr als 20 Gramm können Durchfall verursachen und zu einem deutlichen Gewichtsverlust führen. Als der Wissenschaftler die Patienten befragte, zeigte sich, dass sie immer wieder zu einem neuen Kaugummi gegriffen hatten. Als die Patienten auf Sorbit verzichteten, verschwanden die Symptome und sie nahmen die verlorenen Kilos wieder zu.

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Bereits kleine Veränderungen können sich positiv auswirken

Körperliche Bewegung, moderater Alkoholkonsum, das Essen von ausreichend Obst und Gemüse und das Nichtrauchen kann die Lebenserwartung um 14 Jahre erhöhen. Eine Studie der University of Cambridge http://www.cam.ac.uk und des Medical Research Council http://www.mrc.ac.uk hat nachgewiesen, dass das Ignorieren all dieser Kriterien die Wahrscheinlichkeit eines Todesfalles bei den Teilnehmern vervierfacht. Die Wissenschaftler führten die Studie zwischen 1993 und 2006 in Norfolk mit mehr als 20.000 Teilnehmern durch. Diese Ergebnisse wurden durch Übergewicht oder Armut nicht beeinflusst. Details der Studie wurden in der Public Library of Science Medicine http://medicine.plosjournals.org veröffentlicht.

Die Teilnehmer waren zwischen 45 und 79 Jahre alt. Der Großteil war weißer Hautfarbe. Ihnen waren zu diesem Zeitpunkt weder eine Krebserkrankung noch Herzprobleme bekannt. Sie bekamen jeweils einen Pluspunkt für das Nichtrauchen, das Trinken von einem halben bis sieben Gläsern Wein in der Woche, das Essen von fünf Portionen Obst oder Gemüse pro Tag und für körperliche Aktivitäten. Als körperlich aktiv wurde ein vorwiegend im Sitzen ausgeführter Job in Kombination mit einer halben Stunde Sport am Tag oder einfach ein Job, der wie bei einer Krankenschwester oder einem Installateur viel Bewegung erfordert.

Es zeigte sich nicht nur, dass jene die vier Punkte erreichten deutlich eher noch am Leben waren als jene ohne Punkte, sondern auch, dass ein Sechzigjähriger ohne Punkte über das gleiche Sterberisiko verfügte wie ein Vierundsiebzigjähriger mit vier Punkten. Die leitende Wissenschaftlerin Kay-Tee Khaw erklärte, dass man gewusst habe, dass jeder dieser Faktoren eine Auswirkung auf die Lebenserwartung hat. Für die aktuelle Studie habe man erstmals alle vier Faktoren gemeinsam untersucht.

Es ist wieder an der Zeit für Rückschau und gute Vorsätze. Das Gesundheitsportal Phytodoc fragte Mediziner und Experten nach den Ursachen von Ruhestress und gibt Tipps für den Start ins Neue Jahr.

Man sieht es nicht auf den ersten Blick, aber die Tage um Weihnachten und Neujahr herum sind für viele Menschen eine gefährliche Zeit. Möglichst alle offenen Punkte im persönlichen Zeit- und Aufgabenkonto müssen noch abgearbeitet werden, die Vorbereitungen für das perfekte Weihnachts- und Silvesterfest laufen rund um die Uhr. Stress, Hektik, Unruhe setzen gerade den Perfektionisten extrem zu. Gerade dann, wenn wieder einmal scheinbar alles geschafft ist, wird der Preis des hektischen Lebens besonders sichtbar. Depression, Angst und Sinnkrisen kommen auf. Die Leidtragenden dieser Stressruhe sind zumeist Familienangehörige und Partner.

"Immer mehr Menschen leiden an den Feiertagen unter Ruhestress und sind damit nicht allein", so stellt Dr. Hans Birkel, Internist und TCM-Arzt fest." Es ist zunehmend festzustellen, dass immer mehr Menschen unter der Unfähigkeit leiden, gerade in sogenannten Ruhezeiten verantwortungsbewusst mit sich und ihrer Gesundheit umzugehen. Burnout, Depressionen und Ängste sind deshalb häufige Krankheitsursachen auch unter den Familienangehörigen. "Herz-Kreislauferkrankungen, Süchte, Schlafstörungen, ständige Überreizung sind häufige Folgen dieser Primärerkrankungen", so Dr. Jürgen Arent, Integralmediziner.

Viele Unternehmer oder Berufstätige schaffen den turn-around zur Ruhe nicht. "Es ist inzwischen selbst unter Ruheständlern schick geworden, verplant zu sein", erläutert Hans Kreis, Buchautor und Unternehmenscoach. "Wenn wir zur Ruhe kommen, kommt alles Verdrängte nach außen und macht uns ängstlich, unruhig, oft panisch. Wir versuchen dann, diese Leere mit Ablenkungen zu füllen und fallen in ein noch tieferes Loch." Sinn- und Bilanzkrisen sind oft der Auslöser für Depressionen und Zukunftsängste. "Es ist jedoch nie zu spät, diese Krise zu nutzen. Gerade Ruhestress-Krisen sind die wertvollsten Zeiten, um über sinnvolle Veränderungen nachzudenken", bestätigt Hans Kreis aus der Beratungspraxis. Da trauen sich Menschen radikalere Fragen zu stellen

Auch das gefürchtete Burnout-Syndrom hängt direkt mit Angst und Krisen zusammen. Burnout ist meist das Ergebnis von Überforderungen, Sinnkrisen und von Verdrängungen. Wir glauben unsere inneren Krisen dadurch meistern zu können, dass wir die inneren Warnschüsse einfach überhören. Ein Irrtum, den die Wirtschaft und das Gesundheitssystem teuer bezahlen. Experten schätzen, dass circa 1,6 Millionen Bundesbürger an chronischer Erschöpfung leiden. Offensichtlich sind Frauen etwa doppelt so häufig betroffen.

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