Archiv nach Monaten: Februar 2008

Unabhängig von der Politik gibt es eine neue grüne Welle - die pflanzlichen Heilmittel. Immer mehr Menschen glauben, dass die Bedeutung von Naturheilmitteln zunimmt. Das hat das Apothekenmagazin Senioren Ratgeber bei einer Umfrage herausgefunden. Warum pflanzliche Arzneien immer beliebter werden, obwohl die gesetzlichen Krankenkassen meistens nicht dafür zahlen, erklärt Apothekerin und Chefredakteurin Claudia Röttger
Heilpflanzen haben eine lange Tradition. Das weckt Vertrauen. Und dass man nicht unbedingt einen Arzt braucht und sich mit den Pflanzen eher identifizieren kann als mit chemischen Substanzen, spricht ebenfalls für ihre große Beliebtheit.

Damit die Pflanzenkraft ihre volle Wirkungskraft entfalten kann, sollte man aber einiges beachten:

Wichtig ist, sich von einem Arzt oder Apotheker beraten zu lassen, ob die Beschwerden sich auch wirklich pflanzlich behandeln lassen. Zur Therapie sollte man außerdem Fertigpräparate verwenden. Bei ihnen ist ein gleich bleibender Wirkstoffgehalt garantiert und sie sind klinisch geprüft. Und man muss Geduld haben, pflanzliche Mittel brauchen meist mehrere Wochen bis sich eine Wirkung zeigt.

Von Ginkgo, Rosskastanie oder Baldrian kennt man die Wirkung, aber es gibt auch ganz alltägliches Gemüse, das gezielt zur Heilung eingesetzt werden kann:

Nehmen wir z.B. Chili. Äußerlich wird die Pflanze in Cremes, Salben und Pflaster angewendet. Der Extrakt aus den Schoten fördert die Durchblutung und lindert Schmerzen, zum Beispiel Muskel- und Gelenkschmerzen oder auch Beschwerden nach Gürtelrose. Das wurde auch in klinischen Studien bewiesen. Austria WordPress

“Wollen den Spielern Zusatznutzen zur Unterhaltung bieten”

Die Wii-Steuerung eröffnet völlig neue Möglichkeiten (Foto: wiiinsider.de)

Tokio - Nintendos Spielekonsole Wii http://wii.com/ sorgt in den USA nicht nur aufgrund rekordverdächtiger Verkaufszahlen für Furore. Auch als Fitnessgerät kommt dem Videospielsystem eine zunehmend größere Bedeutung zu. Besonders im Bereich der Rehabilitation wird das Gerät mittlerweile gerne als Alternative eingesetzt, um Patienten die oft sehr unangenehme und schmerzhafte Krankengymnastik zu ersparen. Die Bewegungen, die Spieler dabei mit dem bewegungssensitiven Controller der Wii ausführen, sind vom Ablauf her den üblichen Dehn-, Streck- und Hebeübungen sehr ähnlich. Ein weiterer Vorteil der neuartigen Therapiemethode: Die mithilfe der Spielekonsole durchgeführten Übungen machen den Patienten Spaß und lassen sie so ihre Schmerzen - zumindest für kurze Zeit - vergessen.

“Dass man Spiele jetzt durch ganz natürliche Bewegung statt über Tasten oder Joysticks steuern kann, senkt die technische Hemmschwelle vor dem Videospiel auf ein Minimum und macht es intuitiv verständlich”, erklärt Pascal Schmidt, Head of Consumer Marketing and PR bei Nintendo. Auf diese Weise könnten auch Menschen angesprochen werden, die vorher nie daran gedacht hätten, einmal einen Controller in die Hand zu nehmen.
“Zum anderen lassen sich dank der Bewegungssteuerung völlig neue Genres, Spielideen und -konzepte realisieren, die den Spielern über die reine Unterhaltung hinaus einen Zusatznutzen bieten”, meint Schmidt. Eine Möglichkeit sei in diesem Zusammenhang auch, etwas für die eigene Fitness zu tun. “Wenn man aber erst einmal reale Bewegungen als einfachste Methode der Steuerung erkannt hat, dann drängt sich der Gedanke an eine neue Generation sportlicher Software ganz von selbst auf”, ergänzt Schmidt. Besonders das in diesem Frühjahr erscheinende “Wii Fit” stelle eine Art Personal Trainer für zu Hause dar, mit dessen Hilfe Nutzer Aerobic- und Yoga-Übungen, Muskeltraining und Balance-Spiele durchführen können. “Obendrein erlaubt ‘Wii Fit’ dem Nutzer, sein Gewicht und seinen Body Mass Index zu überprüfen”, erläutert Schmidt.

Bereits vier Monate ist die Wii-Konsole beispielsweise im Dodd Hall Rehabilitation Hospital im US-Bundesstaat Ohio als Therapiegerät im Einsatz. Insgesamt drei halbe Stunden sollen sich Patienten pro Woche mit der Wii beschäftigen. Überwacht wird dies vom Therapeuten Robbie Winget, der nach einer privaten Sitzung das medizinische Potenzial der Spielekonsole für sich entdeckt hat. Besonders zur Durchführung von Balance-, Koordinations- und Kraftübungen sei das Videospielsystem für Patienten geignet. Zwar könne die Wii bisherige Therapiemethoden nicht ersetzen, aber sie helfe, die Patienten zu motivieren.

Doch nicht nur als alternative Rehabilitationsmethode scheint die Nintendo-Konsole geeignet zu sein. Auch als vorbeugendes Fitnessgerät im Kampf gegen Fettleibigkeit kommt die Wii zum Einsatz. So dient die Videospieleplattform zur Zeit an sechs britischen Testschulen als Pausenbeschäftigung für die Schüler. Durch die Spielekonsole sollen die Kinder in den Pausen dazu animiert werden, sich mehr zu bewegen, um so ihre körperliche Fitness zu steigern. Auf diese Weise hoffen die Projektinitiatoren die Zahl der fettleibigen Kinder, die sich in England in den letzten 20 Jahren verdreifacht hat, zu reduzieren.

US-Studie: Künstliche Süßstoffe machen hungrig

Wissenschaftler der Purdue University http://www.purdue.edu/ haben im Tierversuch gezeigt, dass ein süßer Geschmack ohne Kalorien den Heißhunger richtig anheizt. In den Untersuchungen an Ratten wurde deutlich, dass jene, die zuckerhaltige Nahrung zu sich nahmen, auch deutlich weniger Appetit hatten. Die Wissenschaftler widersprechen damit der gängigen Meinung, wonach Süßstoffe mit wenigen Kalorien das Beste für die Gesundheit wären.

Im Versuch der Forscher erhielt eine Gruppe von Ratten Joghurt mit Saccharin, eine zweite Joghurt mit Glukose. Zusätzlich erhielten beide Gruppen ausreichend andere Nahrungsmittel. Die Tiere, denen mit Saccharin gesüßtes Joghurt verabreicht wurde, nahmen generell mehr Kalorien zu sich als jene, die mit Zucker gesüßtes Joghurt bekamen. Zudem bildeten die mit künstlichem Süßstoff gefütterten Ratten auch mehr Körperfett und konnten das Gewicht nicht zurückfahren.

Die Forscher glauben, dass Süßstoff zu Problemen bei der Kontrolle der Kalorienaufnahme führt, weil die Verbindung zwischen der Empfindung von Süßigkeit und Nahrung mit vielen Kalorien gestört wird. Möglicherweise sei das auch eine Erklärung dafür, dass die Fettleibigkeit seit dem Aufkommen künstlicher Süßstoffe derart rapide zugenommen habe, berichten sie im Fachmagazin Behavorial Neuroscience http://www.apa.org/journals/bne/ . Obwohl der Versuch der Ratten nur mit dem Süßstoff Saccharin durchgeführt wurde, gehen die Forscher davon aus, dass auch bei anderen Zuckerersatzstoffen oder künstlichen Süßstoffen das Ergebnis ähnlich ausfallen würde.

“Die Untersuchungsergebnisse sind nicht überraschend”, meint Alexa Leonie Meyer vom Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Wien im pressetext-Gespräch. Es sei bekannt, dass künstliche Süßstoffe zu Heißhungerattacken führen. Offensichtlich ist es die Täuschung des Körpers, dass etwas Süßes kommt, die den Blutzuckerspiegel ansteigen lasse. “Das ausgeschüttete Insulin findet allerdings keinen Zucker zum Abbau. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel ab und das führt dann zu den Heißhungerattacken.” Die Experten am Institut für Ernährungswissenschaft raten daher, eher auf normal gesüßte Produkte umzusteigen, allerdings die Mengen an “Dickmachern” massiv zu reduzieren.