Archiv nach Monaten: März 2008

Wasser kommt nicht überall direkt aus dem Wasserhahn

Die Volksschule Bad Vöslau ist Partnerschule der osttimoresischen Schule in Batumanu und unterstützt auf diese Weise ein Wasserprojekt des Österreichischen Roten Kreuzes in Osttimor. "Wächst man in Österreich auf, so ist es völlig normal, dass reines Trinkwasser aus dem Wasserhahn fließt. Durch diesen Aktionstag können wir Kindern die Bedeutung von sauberem Trinkwasser nahe bringen", erklärt Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK).

Das ÖRK ist seit 2005 in Osttimor, dem ärmsten Land Asiens, tätig und setzt ein Projekt zur Wasserversorgung von 40 Dörfern, das sind insgesamt rund 19.000 Menschen, um. Der Mineralwasserhersteller Vöslauer übernimmt im Rahmen dieses Projektes die Patenschaft für fünf Schulen. Dies garantiert auch die Versorgung mit Trinkwasser während des Lernens. Zusätzlich werden den Kindern die Grundbegriffe der Hygiene vermittelt.

Anlässlich des Aktionstages in der Volksschule Bad Vöslau erfahren die Kinder, wie der Alltag eines Kindes in Osttimor aussieht und woher Wasser kommt. Ein extra einstudiertes Wasser-Musical rundet den Aktionstag ab.

Die Vöslauer Mineralwasser AG unterstützt das Projekt zu 100 Prozent:
"Wir wissen, dass 1,5 Liter der tägliche Mindestbedarf an Flüssigkeitsaufnahme ist. In Osttimor ist das leider nicht selbstverständlich. Mit der Unterstützung des Roten Kreuzes in Osttimor können wir insgesamt fünf Schulen sauberes Trinkwasser gewährleisten! Bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr steigt die Konzentrationsfähigkeit, den Schülerinnen und Schülern fällt es leichter, dem Unterricht zu folgen. Mit diesem Schulprojekt in Batumanu und Bad Vöslau schaffen wir einen kleinen, aber spürbarer Schritt zu mehr Gesundheit bei der nächsten Generation!" so Alfred Hudler, Vorstand Vöslauer.

"Durch sauberes Wasser sinkt die Kindersterblichkeit, tödliche Durchfallerkrankungen können reduziert werden und somit steigt der Gesundheitszustand, die Lebenserwartung und die Lebensqualität der Bevölkerung. Man kann die Wichtigkeit von reinem Wasser gar nicht hoch genug schätzen", so Kopetzky anlässlich des Weltwassertages abschließend.

Erste Tests mit neuem Impfstoff viel versprechend

Eine Viermonatsimpfung soll in Zukunft die Medikamente ersetzen, die heute regelmäßig zur Kontrolle des Blutdrucks eingenommen werden müssen. Wissenschaftler des Biotechnologieunternehmens Cytos http://www.cytos.com haben nachgewiesen, dass die Impfung gegen das Hormon Angiotensin im Blut den Blutdruck deutlich senkt. Das Team um Martin Bachmann testete den Impfstoff an 72 Patienten mit hohem Blutdruck – scheinbar ohne ernsthafte Nebenwirkungen. Die stärkste Reaktion glich den Symptomen einer leichten Grippe. Die Forscher und unabhängige Experten sind sich einig, dass diese Ergebnisse viel versprechend sind. Es müssen allerdings groß angelegte Tests folgen. Details der Studie wurden in The Lancet http://www.thelancet.com veröffentlicht.

Bluthochdruck verdoppelt laut BBC das Risiko, an einem Herzanfall oder einem Schlaganfall zu sterben. Betroffen ist rund ein Viertel aller Erwachsenen. Allein in Großbritannien wird zu hoher Blutdruck für rund 60.000 Todesfälle jährlich verantwortlich gemacht. Viele der Patienten müssen täglich Medikamente einnehmen. Ein Großteil hält sich jedoch nicht an die verordnete Medikation, nicht zuletzt da häufig Symptome fehlen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Impfstoff gegen Angiotensin, das für das Zusammenziehen der Blutgefäße und das Ansteigen des Blutdrucks verantwortlich ist, eine einfache Alternative darstellen könnte.

Bei dem 14 Wochen dauernden Test wurden zwei Dosierungen des Impfstoffes erprobt, 300 und 100 Mikrogramm. Zusätzlich wurden einer Kontrollgruppe Blindpräparate verabreicht. Die Impfung wurde zu Beginn dieses Zeitraumes, nach vier Wochen und nach zwölf Wochen verabreicht. Diese Menge war ausreichend, um eine Resistenz für vier Monate aufzubauen. Keine der beiden Dosierungen senkte den Blutdruck in der Nacht entscheidend. Während des Tages senkte die höhere Dosierung den Blutdruck deutlich, vor allem am späten Vormittag, wenn der Blutdruck bekanntermaßen ansteigt. Laut Bachmann könnte dieser Impfstoff die Kontrolle des Blutdrucks deutlich einfacher machen. Er würde einfach bei den regelmäßigen Arztbesuchen verabreicht.