Archiv nach Monaten: April 2008


Zu den bevorzugten Destinationen gehören Länder wie Südafrika, Thailand, Brasilien und Ungarn. Ein blühendes Geschäft, doch die Zukunft wird bisherige Zahlen deutlich in den Schatten stellen. Die Marktforscher schätzen, dass der Markt 2004 etwa 40 Mrd. Dollar schwer war und 2012 die 100 Mrd.-Marke überschreiten wird.
Eine Top-Destination - vor allem im Bereich kosmetische und plastisch-chirurgische Eingriffe - ist Brasilien geworden. Brasilien ist der zweitgrößte Markt für plastische Chirurgie hinter den USA, was auf die hohe Qualität und die verhältnismäßig geringen Kosten zurückzuführen ist. Aber auch in anderen medizinischen Bereichen rangiert Brasilien ganz weit oben. Ein anderes beliebtes Land für Behandlungen ist Costa Rica. Im mittelamerikanischen Land liegen die Kosten fast 50 Prozent unter jenen der USA, zudem wird Spitzenqualität geboten. Nach einer Studie der NCPA vom November 2007 wurden rund 150.000 Touristen hier behandelt. Neben kosmetischen Eingriffen, wird auch sehr günstige Zahnbehandlung angeboten.

In Asien rangieren Malaysia und Indien an Spitzenplätzen. Malaysia - häufig auch Tigerstaat bezeichnet - konnte die Zahl der Gesundheitstouristen von 75.000 im Jahr 2001 auf rund 297.000 im Jahr 2006 steigern. Die Association for Private Hospitals Malaysia http://www.hospitals-malaysia.org schätzt, dass die Zahl der ausländischen Patienten bis 2010 um jährlich 30 Prozent steigen werde. Geboten wird höchste Qualität in allen Bereichen - besonders beliebt sind kosmetische Eingriffe, Zahnmedizin und Herzoperationen. Die absolut billigsten, qualitätsmäßig allerdings höchsten Leistungen bietet Indien. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des National Center for Policy Analysis NCPA. Geschätzte 500.000 Gesundheitstouristen sind bereits 2005 nach Indien gereist. 2002 waren es etwa 150.000. Besonders beliebt in Indien sind Herzchirurgie und orthopädische Eingriffe. Im Kostenvergleich schneidet Indien jedenfalls Top ab: So kostet ein herzchirurgischer Eingriff im Apollo Hospital in Dehli rund 4.000 Dollar. Für den gleichen Eingriff bezahlt man in den USA 30.000 Dollar.

Der springende Punkt bleibt immer der Kostenfaktor. Das meint auch Wolfgang Doneus, geschäftsführender Vizepräsident der österreichischen Zahnärztekammer http://www.zahnaerztekammer.at. Das Problem sei weniger das Können der Zahnärzte im Ausland, als vielmehr die Frage, wohin ein Patient geht, wenn es nach einem Eingriff zu unerwarteten Zwischenfällen kommt. “In Österreich gibt es Schiedsstellen, die eingerichtet wurden, wenn es zu Streitigkeiten oder Unklarheiten kommen soll. Diese haben eine sehr hohe Erfolgsrate”, so Doneus. “Wenn nach einem komplexen technischen Eingriff Probleme auftreten, wird ein Patient immer an den ursprünglich behandelnden Arzt zurückverwiesen.”

Offen stehen Experten allerdings einer Behandlung im EU-Raum gegenüber. Unter dem Schlagwort “Patientenmobilität” soll jedem EU-Bürger im Notfall auch eine Behandlungsmöglichkeit innerhalb der Union ermöglicht werden. Diese soll dann auch rasch und unbürokratisch abgerechnet werden.

Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky regte eine Diskussion darüber an, Zigaretten überhaupt zu verbieten.

Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky lässt zum Thema Rauchen aufhorchen. In einem ausführlichen Interview im Wirtschaftsmagazin “trend” vom März erklärte sie wörtlich: “Ich sage Ihnen provokant etwas, weil ich da Fachexpertin bin: Wenn alle Menschen glauben, dass Rauchen wirklich so schädlich ist, dann müssen wir es ganz verbieten. Dann dürfen wir Zigaretten auch nicht verkaufen. Ich bin zu dieser Diskussion gern bereit.”
Ansonsten vertritt die im Interview durchaus emotional agierende Ressortchefin ambivalente Positionen zu sensiblen Thema. Sie halte die “Freiheit des einzelnen” für besonders wichtig, jeder solle “in seinem Bereich tun können, was er möchte”.
Angesprochen auf das Thema “Passivrauchen” erklärt die Ministerin, dass es “große Diskurse zu dem Thema” gebe; die Behauptung, dass Passivrauchen bis zu hundert Tote pro Jahr verursacht, könne sie “nach Kenntnis der aktuellen wissenschaftlichen Studien nicht bestätigen”.
Kdolsky verweist darauf, dass Österreich “das erste europäische Land war, das in allen überdachten öffentlichen Bereichen ein allgemeines Rauchverbot ausgesprochen hat.” Auf die Frage, warum dann in der Cafeteria im Ministeriumsgebäude geraucht werde, reagierte die Ressortchefin heftig: “Das macht mich wirklich ärgerlich. Als Gastronomiebetrieb darf dort nach derzeitiger Rechtslage noch geraucht werden. Außerhalb des Lokals besteht selbstverständlich Rauchverbot. Wir wissen aber, dass das bestehende Gesetz Lücken bei Kontrolle und Sanktionen hat.”
Sie wolle, so die Ministerin weiter, “Kein Spitzelwesen.” Generelle Rauchverbote in Lokalen wären sinnlos, denn, so Kdolsky:
“In Italien wird leider nicht weniger geraucht als vorher, nur eben auf der Straße. Es gibt keine rezenten Studien, dass sich durch ein Rauchverbot in Lokalen das Rauchverhalten ändert.”
Zur Zeit, so Kdolsky, gebe es zwischen den Parteien eine “Nachdenkpause”, neuerliche Gespräche verspricht sie für “Mai oder Juni”. Sie habe jedoch “einen fix fertigen Gesetzesvorschlag zum Nichtraucherschutz vorgelegt.” Auf die Frage, warum dieser nicht diskutiert werde, sagt Kdolsky: “Weil es auch andere Dinge gibt, die wir zu tun haben. Ich arbeite in einem der themenreichsten Ressorts. Ich möchte die Menschen ohne Zwang zu einem Umdenkprozess bringen.”

Frau Ministerin! Bitte setzen Sie endlich die von Ihnen selbst schon angekündigten Maßnahmen zum Schutz von Nichtrauchern, auch in Lokalen! Für ein generelles Rauchverbot in Lokalen.

Mehr dazu auf der Nichtraucherplattform www.geschafft.at

Als erstes Hotel Österreichs konnte das Thermen- & Vitalhotel**** superior Bad Tatzmannsdorf, eines von drei Hotels des GesundheitsRessort Bad Tatzmannsdorf, seinen Gästen gesundheitsorientiertes Krafttraining nach der Kieser Training-Methode anbieten.

Als ausgewählter Qualitätspartner bietet das Thermen- & Vitalhotel seinen Gästen in seiner Kieser Training Selection Einrichtung gesundheitsorientiertes Krafttraining an hoch entwickelten Trainingsmaschinen und nach wissenschaftlichen Kriterien. Die Maschinen erfüllen alle Anforderungen für ein effizientes Training mit variablem Widerstand und werden mit großem Erfolg zur Behandlung chronischer Kreuz- und Rückenbeschwerden sowie Haltungsschwächen eingesetzt.

Neben einer Test- und Therapiemaschine, mit denen Problemen im Rückenbereich erfolgreich entgegengewirkt werden kann, standen in der Kieser Training Selection Einrichtung im Thermen- & Vitalhotel bisher zehn Kieser Training-Maschinen zur Verfügung.

Um den Gästen noch umfangreichere Trainingsmöglichkeiten zu bieten, wurde die Kieser Training Selection Einrichtung um 10 Trainingsmaschinen erweitert und ein neuer, noch großzügigerer Trainingsraum eingerichtet.

Durch die Erweiterung der Kieser Training Selection Einrichtung können sowohl die Hotelgäste als auch die Bewohner in der Region künftig von einem präventiven und therapeutischen Krafttraining nach der Kieser Training-Methode profitieren.

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London - Durch Blutdrucksenkung liesse sich bei alten Patienten die  Gesamtmortalität um ein Fünftel und die Häufigkeit von kardiovaskulären  Ereignissen um ein Drittel senken. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie,  die heute im American College of Cardiology in Chicago vorgestellt und  gleichzeitig im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde.

Bei der von Wissenschaftlern des Imperial College London koordinierten Studie mit dem Namen "Hypertension in the Very Elderly Trial" (HYVET), an der 3.845 Patienten teilnahmen, handelt es sich um die bislang grösste klinische Studie, die ausschliesslich Patienten im Alter von oder über 80 Jahren hinsichtlich der Auswirkungen einer Blutdrucksenkung untersucht hat. Die Patienten erhielten entweder ein Placebo oder das Diuretikum Indapamid SR (Slow Release) 1,5mg bei zusätzlicher Gabe des ACE-Hemmers Perindopril als Tablette einmal täglich.

   Hierbei zeigte sich als Nutzen der Behandlung u.a. eine Senkung der Gesamtmortalitätsrate um 21 % (p=0,02), eine Senkung der Schlaganfall-Mortalitätsrate von 39 % (p=0,05), eine Senkung der tödlichen und nicht-tödlichen Herzinsuffizienz von 64 % (p<0,001) und eine Senkung der kardiovaskulären Ereignisse um 34 % (p<0,001). Die Nutzen zeigten sich im ersten Jahr der Nachbeobachtung.

   Die Senkung der Gesamtmortalität war ein neues und unerwartetes Ergebnis. Zuvor durchgeführte Studien hatten gezeigt, dass eine Blutdrucksenkung bei Patienten jünger als achtzig Jahre die Häufigkeit von Schlaganfall und kardiovaskulären Ereignissen verringert. Andererseits hatten frühere kleinere und uneindeutige Studien Hinweise dafür ergeben, dass bei Patienten im Alter von 80 und mehr Jahren eine Blutdrucksenkung zwar die Anzahl der Schlaganfälle senkt, aber die Gesamtmortalität nicht herabsetzt bzw. vielleicht sogar noch erhöht.

   Im Juli 2007 wurde die Studie aufgrund der Empfehlung einer unabhängigen, die Untersuchungsdaten überwachenden Kommission vorzeitig beendet, nachdem eine signifikante Senkung von Gesamtmortalität und Schlaganfallhäufigkeit bei den behandelten Patienten beobachtet worden war. Die endgültigen Ergebnisse der Studie zeigten eine signifikante Senkung der Schlaganfall-Mortalitätsrate , wobei allerdings das Ausmass der Senkung bei allen Schlaganfällen von 30 % nicht eindeutig statistisch signifikant war (p=0,06). Bei achtzigjährigen und älteren Patienten verlaufen über die Hälfte der Schlaganfälle tödlich, sodass die Senkung der tödlichen Schlaganfälle ein wichtiges Ergebnis der Studie ist.

   Der emeritierte Professor Christopher Bulpitt, der leitende Forscher der Studie von der "Care of the Elderly Group" des Imperial College London, sagte: "Vor Durchführung dieser Studie wussten die Ärzte nicht genau, ob sehr alte Menschen mit hohem Blutdruck genauso von einer blutdrucksenkenden Behandlung profitieren wie jüngere Menschen. Unsere Ergebnisse zeigen deutlich, dass viele Patienten ab 80 Jahren von der Behandlung sehr profitieren. In der Bevölkerung gibt es immer mehr Menschen, die weit über 80 Jahre alt werden, sodass diese Ergebnisse als eine gute Nachricht betrachtet werden können. Es freut uns sehr, dass die kardiovaskulären Ereignisse sicher bei gleichzeitiger Senkung der Gesamtmortalität gesenkt werden konnten."

   Da die Studie vorzeitig beendet wurde, wird jetzt eine Verlängerungsstudie an Patienten, die eine Behandlung mit den wirksamen Präparaten erhalten, durchgeführt, um die längerfristigen Nutzen der Behandlung zu prüfen.

   Patienten mit hohem Blutdruck (hier definiert als ein systolischer Blutdruck von 160 bis 199 mmHg) aus 13 Ländern in der gesamten Welt wurden randomisiert in die doppelblinde, placebokontrollierte Studie, die 2001 begann, aufgenommen. Das durchschnittliche Alter der Studienteilnehmer betrug 83 Jahre und 7 Monate.

   Die Patienten erhielten entweder ein Placebo oder Indapamid SR (Slow Release) zusammen mit Perindopril als Tablette einmal täglich wie erforderlich, um einen Zielblutdruck von 150/80 mmHg zu erreichen. Die durchschnittliche Zeit der Nachbeobachtung betrug knapp über zwei Jahre. Zu diesem Zeitpunkt hatten 20 % der Patienten in der Placebo-Gruppe und 48 % der Patienten, die die Medikation einnahmen, den Zielblutdruck von 150/80 mmHg erreicht. Bei den Patienten, die über einen längeren Zeitraum nachbeobachtet wurden, wurde bei vielen Patienten, die die wirksame Behandlung erhielten, der Zielblutdruck erreicht.